Zur Sendung vom 30.09.2010 19:05
Kommentar: Verletzte bei Protesten gegen Stuttgart 21
Autor: Schmitz, Jürgen

Sehr geehrter Herr Jürgen

Sie haben in ihrem genannten Kommentar versucht die Fehler beider Seiten des Projekts Stuttgart 21 aufzuzeigen. Jedoch war ich sehr verwundert über einige ihrer Äußerungen:
“Was haben geistig und körperlich Behinderte in der vordersten Linie einer solchen Protestschlacht verloren?”

“Warum kann eine Schülerdemo wärend eines Schultages stattfinden?”

“Wer Kinder in die Schlacht schickt…”

Wieso sprechen sie Behinderten und Kindern das recht zu demonstrieren ab? Wer ist ihrer Ansicht nach berechtigt zum Protest?

Hat ein Mensch der im Rollstuhl sitzt oder Taubstumm ist kein recht seine Meinung Öffentlich zu äußern?

Arbeitnehmer treten, wenn sie ihre Interessen kommunizieren wollen, in den Streik. Warum sollen Schüler nicht auch dafür demonstrieren dürfen, dass Gelder für Bildung und nicht für den Bahnhof ausgegeben werden?

Sie sprechen in ihrem Kommentar mehrfach von Schlacht, jedoch waren die Proteste bisher weitestgehend friedlich. Niemand hätte vorher von einer derartigen Eskalation ausgehen können.

Ich schätze den Deutschlandfunk sehr, gerade weil er ein breites Spektrum an Positionen vertritt und ich halte es für legitim die Gegner des S21 Projektes zu kritisiert. Das jedoch Menschen Grundrechte aberkannt werden, weil sie Minderjährig oder Behindert sind, dass kann ich nicht verstehen.

Mit freundlichen Grüßen